Mittelmeerkrankheiten

 

Zu einer umfassenden Aufklärung gehört auch, dass Sie, die Leser unserer Homepage, über die so genannten Mittelmeerkrankheiten informiert werden. Diese Krankheiten kommen hauptsächlich im südlichen und östlichen Europa vor. Durch den Klimawandel sind allerdings auch schon Fälle, sowohl bei Menschen als auch bei Hunden, in nördlichen Regionen vorgekommen.

Zu den Mittelmeerkrankheiten gehören Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Borreliose.

 

Leishmaniose

 

Leishmaniose zählt zu den Infektionserkrankungen. Die Erreger (Leishmanien), werden ausschließlich durch den Stich der Sandmücke übertragen; eine andere Form der Übertragung ist bis jetzt nicht nachgewiesen.
Leishmanien findet man in den Zellen von Leber, Milz und Knochenmark in den weißen Blutkörperchen, die für den körpereigenen Schutz zuständig sind.

Folgende Symptome können ein Anzeichen für Leishmaniose sein: Schleichender Gewichtsverlust, Haarverlust ( besonders um die Augen ), Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Schuppenbildung, Hautwunden ( oft nässend, meist kreisrund – an Ohren, Kopf, Nase und Beinen ), Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut und Nierenschädigung.

Häufig ist eine vollständige Heilung der Erkrankung nicht möglich. Die therapeutischen Ansätze konzentrieren sich daher neben der Erregerelimination vor allem auf eine Stärkung der körpereigenen Abwehr. Das am meisten verwendete Medikament heißt Allopurinol.

Der aus der Therapie der Gicht bekannte Wirkstoff Allopurinol hemmt die Synthese von Purinen im Wirtsorganismus. Da Leishmanien nicht in der Lage sind, diese Purine selbst darzustellen und daher auf eine Versorgung über den Wirt angewiesen sind, werden sie in ihrer Entwicklung gehemmt. Die Verabreichung erfolgt oral und wird meist mit einem anderen Medikament kombiniert.

Um den Hund vor dem Stich der Sandmücke zu schützen, sollte das Tier nachts nicht im Freien oder im Auto schlafen. Die Schlafstelle kann mit einem dünnmaschigen Mosquitonetz abgedichtet werden. Weiterhin kann ein Scalibor-Halsband zur Prophylaxe verwendet werden. Dieses Halsband schützt ebenfalls vor anderen Parasiten wie Zecken und Flöhen.

 

Ehrlichiose

 

Als Ehrlichiose werden mehrere durch Bakterien der Gattung Ehrlichiacanis hervorgerufene Krankheiten bezeichnet. Vor allem die Braune Hundezecke ist Überträger und Reservoir für die Ehrlichiacanis .Die Zecken können den Erreger bis zu fünf Monate beherbergen.

Die Symptome sind meist unspezifisch und sehr mannigfaltig. Alle Hunderassen, vor allem Welpen, sind betroffen.
Nach einer Inkubationszeit von knapp drei Wochen zeigen die Tiere in der Akutphase ständig wiederkehrendes Fieber, Nasenbluten, schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Atemnot, Schwellung der Lymphknoten und eventuell zentralnervöse Störungen wie Muskelzucken und Überempfindlichkeit. Nach einer symptomfreien Phase im zweiten und dritten Monat der Infektion beginnt das chronische Stadium mit Blutungen und Ödemen, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Blutarmut, Milzvergrößerung und Gelenkerkrankungen . Das klassische Bild mit stark erhöhter Blutungsneigung tritt jedoch nur etwa in einem Viertel der Fälle auf.

Die Therapie erfolgt durch Antibiotika wie Doxycyclin, Tetracyclin und Oxytetracyclin über zwei Wochen.
Eine Verhütung kann durch regelmäßige Kontrolle und sofortige Entfernung von Zecken bzw. durch den Einsatz von zeckenabwehrenden Wirkstoffen erfolgen.

Babesiose

 

Die Babesiose ist eine durch Einzeller der Gattung Babesia hervorgerufene Infektionskrankheit, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit eine mehr oder weniger ausgeprägte Blutarmut hervorruft. Die Erkrankung verläuft meistens akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung binnen weniger Tage tödlich. Die Übertragung erfolgt durch Zecken. Die Diagnose wird über einen Nachweis der Babesien-DNA oder eine mikroskopische Untersuchung des Blutes gesichert. Zur Behandlung werden Antiprotozoika eingesetzt.

 

Borreliose

 

Borreliose ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Bakterien aus der Gruppe der Borrelien ausgelöst werden. Die Erkrankungen kommen beim Menschen und allen anderen Säugetieren vor und können durch den Befall aller Körpergewebe vielfältige klinische Symptome auslösen. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Zecken und Läuse.

Wie bei vielen Infektionskrankheiten zeigen sich im Anfangsstadium Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber. Gelenkentzündungen der Vorder- und Hinterläufe folgen im nächsten Stadium. Im weiteren Verlauf können auch das Nervensystem und die inneren Organe geschädigt werden.

Die Behandlung erfolgt durch den Tierarzt mit Antibiotikum.

Die Hunde sollten aber grundsätzlich schon im Vorfeld geschützt werden; Spot on und Ungezieferhalsbänder wie beispielsweise von Scalibor wirken prophylaktisch.

 

 

Quellen: Inselhunde.de , wikipedia.de und Ulrike Feifar: "Bekommt der Hund denn nichts zu fressen?"



 



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